Überspannungsschutz



Gefahr durch Überspannungen

Überspannungen zerstören in wesentlichem Umfang elektrische Geräte und Anlagen. Die Schäden begrenzen sich nicht nur auf industrielle Anlagen. Auch die Gebäudetechnik und die Geräte des täglichen Gebrauchs im privaten Haushalt sind davon betroffen.

Der Gesamtwert an elektrotechnischer Ausstattung in gewerblichen Betrieben und in privaten Haushalten erreicht mindestens einen fünfstelligen Euro-Betrag. Entsprechend große Schäden entstehen, wenn sich Überspannungen bis in die Stromkreise der Gebäude-Stromversorgung ausbreiten. Mit hohen Kosten für Reparatur oder Neuanschaffung von elektrischen und elektronischen Geräten ist dann zu rechnen, wenn keine wirkungsvollen Schutzmaßnahmen gegen Überspannungen vorgesehen sind.

Wirkungsvolles Schutzkonzept

Ein wirkungsvolles Überspannungsschutzkonzept für die Standardinstallation umfasst die Bereiche Stromversorgung, Informations- und Telekommunikationstechnik, (Sende-) Empfangsanlagen sowie die Steuerungstechnik von z.B. Heizungsanlagen. Es ist wichtig, dass alle überspannungsgefährdeten Anschlüsse eines Gerätes geschützt sind. Dazu zieht man gedanklich einen Kreis um ein zu schützendes Gerät.

Alle Leitungen, die von diesem Kreis geschnitten werden, sollten mit einem entsprechenden Überspannungsschutz versehen werden. Am Beispiel eines Fernsehgerätes sind das dann die Stromversorgung und der Schutz der Antennenbuchse (Kabel oder SAT).

Stromversorgung

Ein Überspannungsschutzkonzept für die Stromversorgung sollte generell drei Stufen umfassen. Es besteht aus einem Blitzstromableiter (Typ 1) in der Hauptverteilung, Überspannungsableitern (Typ 2) in den Unterverteilungen und dem Geräteschutz (Typ 3) vor allen besonders gefährdeten Geräten, wie z.B. PC oder HiFi-Anlagen.

Bei niedrigen Gebäuden ohne Blitzschutzanlage oder andere geerdete Metallkonstruktionen auf dem Dach, die sich außerdem mitten in Wohnsiedlungen befinden, ist ein direkter Blitzschlag statistisch gesehen selten zu erwarten. Für solche, nicht direkt blitzgefährdete Gebäude, kann die erste Schutzstufe entfallen und man beginnt mit Überspannungsableitern (Typ 2). Diese Schutzgeräte werden nach dem Zähler oder in der Unterverteilung installiert. Eine Geräteschutz (Typ 3) sollte unmittelbar vor dem zu schützenden Gerät installiert werden.

Diesen Geräteschutz gibt es in unterschiedlichen Bauformen, damit für jeden Bedarf eine geeignete Lösung zur Verfügung steht.
SPD Power

Signalschnittstellen

Vor den Signalschnittstellen wie ISDN-/Telefonanschluss, Rundfunk- und Fernsehantennen bzw. Breitbandkabel, sowie Heizungsaußenfühlern werden Schutzgeräte mit systemgerechter Anschlusstechnik installiert. Das Signal wird dadurch über die Schaltung des Schutzgerätes geführt, Überspannungen, die über die Signalleitung in die Schnittstelle gelangen könnten, werden zudem wirkungsvoll begrenzt.




[Quelle: phoenixcontact]